2. November 2023

Merkmale v. Verschwörungserzählungen

Eines der Arbeitsblätter, welches wir mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam bearbeiten, beschreibt die verschiedenen Merkmale von Verschwörungserzählungen. Das Arbeitsblatt stammt von der KIgA e.V., einer Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus in Berlin. Ein breites Angebot an pädagogischen Materialien und Angeboten findet ihr auf der Website der KIgA.

Hier findet ihr die gängigsten Merkmale und ihre Definitionen:

Geheimwissen

Wer an Verschwörungstheorien glaubt, behauptet gerne, geheime Informationen zu kennen, die der Öffentlichkeit sonst angeblich verborgen bleiben.

Schuldzuweisung

In Verschwörungstheorien gibt es immer angebliche Schuldige, die für alles Schlechte verantwortlich gemacht werden. Schuld sind also immer die anderen.

Wiederholung

Wer andere von einer Verschwörungstheorie überzeugen möchte, versucht ihnen die eigenen Argumente glaubwürdig zu machen. Der Trick ist, die gleiche Sache so oft zu erzählen, bis auch die anderen sie für wahr halten.

Keine Widersprüche

Verschwörungstheorien bieten für alles eine Antwort. Keine Frage bleibt offen, keine Widersprüchlichkeit bestehen. Was dennoch unlogisch erscheint, wird mit angeblichen Machenschaften irgendwelcher „dunklen Mächte“ erklärt.

Scheinwissenschaft

Jede Verschwörungstheorie erscheint glaubwürdiger, wenn sie sich auf Beweise stützen kann. Deshalb werden Behauptungen oft mit zweifelhaften und nicht seriösen „wissenschaftlichen“ Erkenntnissen untermauert.

Manipulation

Verschwörungstheorien wollen uns glauben machen, dass „dunkle Mächte“ absichtlich die Wahrheit vor uns verschleiern. Angeblich werden wir gezielt darüber getäuscht, was wirklich hinter den Kulissen vorgeht.

Drahtzieher

Alle Verschwörungstheorien behaupten die Existenz geheimer Mächte, die im Hintergrund die Strippen ziehen. Sie sind angeblich nur auf den eigenen Vorteil aus und nehmen dafür auch Schaden an der Allgemeinheit in Kauf.

zuletzt aktualisiert am 2. Januar 2024